Allgemein Afrika Botsuana

Moremi Nationalpark, ein grosser Sandkasten

21.10.-27.10.2011

Um es kurz zu machen. Zentralkalahari fällt aus. Im Touristenbüro war niemand zu sprechen. Und generell machen es einem die Botswaner nicht unbedingt leicht. Vielleicht ist das so eine Nebenerscheinung des “Massentourismus“. Auch auf der Tautona Lodge ist das Personal an der Rezeption nicht gerade auskunftsfreudig. Aber immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass die Löwen so gegen 5 Uhr gefüttert werden. Wir sollten aber besser ein wenig früher da sein, nicht dass wir was verpassen. Also packen wir so gegen halb 5 Rainer und Manuela, ein österreichisches Motorradpärchen in unseren Bulli und fahren zum Löwengehege. 95-wildhund-in-der-tautona-lodgeDabei kommen wir direkt am Gehege der Wildhunde vorbei, die wie auf Bestellung in der Nähe des Zaunes im Schatten der Sträucher liegen. Elf Exemplare der selten gewordenen Raubtiere beherbergt die Lodge auf ihrem Gelände. Mit ihrem bunt gepunkteten Fell, der schlanken Statur und vor Allem den großen Runden Ohren wirken sie schon fast niedlich. Dabei zählt der Wildhund nicht nur zu den erfolgreichsten Jägern in Afrika, sondern auch zu den unbarmherzigsten. In großen Rudeln hetzen sie ihre Beute bis sie nicht mehr kann. Ist einer der Jäger erschöpft gönnt er sich eine Pause und ein anderer übernimmt die Hatz. Haben sich die Hunde erst einmal ein Opfer ausgesucht, ist es so gut wie tot. Und oft zerreißen sie ihre Beute noch bevor die Hetzjagd vorbei ist. Jetzt suchen sie gerade Schutz vor der unbarmherzigen Sonne und sehen so aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben.

Im Gehege nebenan stehen einige alte Esel und daher frage ich (eher scherzhaft)den Angestellten der Lodge, ob diese wohl das Futter für die Wildhunde seien? Der antwortet, dass die Hunde keine Esel bekommen, aber die Löwen schon. Aha…

97-und-zwar-mit-ihrApropos, Herr und Frau König haben sich auch schon aus ihrem Häuschen heraus bequemt und erlauben uns sie zu bestaunen. Und das, obwohl offensichtlich gerade Paarungszeit zu sein scheint…. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der Herr des Hauses, oder besser des Geheges, uns doch wohl nicht so gerne in seiner Nähe haben möchte. Hin und wieder macht er einen sehr bedrohlich wirkenden Schritt auf uns zu und knurrt und faucht uns dabei an. Dabei trägt der Karnickeldraht, aus dem das Gehege gemacht ist, nicht gerade dazu bei, dass man sich auf der anderen Seite des Zauns besonders sicher fühlt. Sieht irgendwie fast aus wie ein etwas engmaschiger Maschendrahtzaun…. Wir beobachten das Treiben der Löwen eine Weile und dann verlangt der Ingenieur in mir nach einer etwas genaueren Inspektion der Umzäunung. Dabei muss ich dann wohl dem Maschendraht ein wenig zu nah gekommen sein, oder vielleicht gefällt dem großen Kater mit der schönen dunklen Mähne auch mein rotes T-Shirt nicht, denn plötzlich macht er nicht nur einen warnenden Schritt auf mich zu, er sprintet beinahe ansatzlos los. Dumpf schlagen die weichen Pfoten im tiefen Sand auf, als er so quer durchs Gehege sprintet und tief in meinen Hirnwindungen scheint noch ein bisschen Erinnerungsvermögen aus der Steinzeit verwurzelt zu sein. Denn jetzt wo der Löwe mit starrem Blick auf Augenhöhe auf mich zu sprintet, scheint mein Körper für mich entschieden zu haben, dass das jetzt eine Gefahrensituation ist. Eigentlich könnte ich genau jetzt das Foto meines Lebens schießen, aber leider sind die Knie taub, genauso die Schultern, metallischer Geschmack auf der Zunge. Geschweige denn, dass ich die Kamera hoch heben oder auch nur den Auslöser drücken könnte. Ich denke eigentlich nur noch: “hoffentlich hält der Karnickeldraht“, denn für mich steht fest, dass er bei dem Tempo unmöglich noch vor dem Zaun zum Stehen kommen kann. 96-der-will-nur-spielenAber genau in dem Moment, als der Löwe in freier Natur wahrscheinlich zum Sprung ansetzen würde, stemmt er alle vier Pfoten in den Sand, zieht eine zwei Meter lange Bremsspur, kommt in einer Staubwolke mit der Nase direkt vorm Zaun zum Stillstand und brüllt mir in Armlängenentfernung direkt ins Gesicht. Wow! Nicht dass zu irgendeinem Moment eine tatsächlich Gefahr existiert hätte (da war ja noch der Maschendrahtzaun), aber die Reaktion des eigenen Körpers beim Anblick einer 200 kg schweren Raubkatze im Sprint ist schon sehr interessant. Schockstarre könnte man dazu sagen.

Meine Beine haben gerade das Laufen wieder erlernt, da kommt ein Traktor angeknattert. Auf dem Anhänger liegt der bereits angekündigte Snack für die Raubkatzen. Toter Esel in löwengerechten Happen. Herr und Frau König werden gefüttert und wir begleiten die Lodgeangestellten weiter zum Gepardengehege. Zwei der pfeilschnellen Raubkatzen laufen schon aufgeregt vor dem Tor auf und ab und erwarten den Eselsnack. Das Tor wird geöffnet und wir dürfen uns die beiden Raubkatzen tatsächlich mal aus der Nähe ansehen. Wesentlich schlanker als z.B. die Löwen, wirken sie fast wie ein gepunkteter Brustkorb auf vier langen Beinen, der ganze Körper auf Tempo getrimmt. Und trotzdem ist es nur schwer vorzustellen, dass so ein Tier auf eine Spitzengeschwindigkeit von fast 120 km/h kommen kann. Die sind schneller als unser Bulli. Wahnsinn. 99-traurige-miezekatzeDie zwei schnappen sich jeweils einen fetten Brocken Esel und ziehen van Dannen. Und gerade als wir ihnen so hinterher schauen, zieht eine PKW Kolonne in einer großen Staubwolke an uns vorbei. Der Präsident von Botswana gibt sich die Ehre. Erst rauschen ein paar Polizeifahrzeuge an uns vorüber und dann mehrere große Geländewagen mit Fähnchen auf der Motorhaube. Das erklärt dann auch wohl den roten Teppich vor einem der Gästehäuser der Lodge. Wir klopfen uns den Staub von den Klamotten und fahren zurück zum Campingplatz. Allerdings ist die Zufahrt von einem der Autos des Präsidenten versperrt. Auf Höhe des roten Teppichs halten wir und deuten einem der Polizisten an, dass wir da gerne durch möchten. Der läuft kurzerhand zu einem seiner Kollegen und der setzt dann freundlich winkend das Fahrzeug zur Seite und lässt uns passieren. Netter Mann.

Da wir uns die Zentralkalahari mittlerweile aus dem Kopf geschlagen haben, fahren wir am nächsten Tag weiter nach Maun. Das ist quasi die Hauptstadt des Okavango Delta im Norden des Landes. Der Okavango, aus Angola kommend, fächert sich hier trichterförmig auf, verdunstet und versickert im Sand der Kalahari und bildet so das größte Binnendelta der Welt. Das heißt, dieser Fluss erreicht niemals das Meer. Dafür bildet er ein riesiges Sumpfgebiet im ansonsten eher sandig-trockenen Botswana. Wir lassen zum dritten (und bestimmt nicht zum letzten) Mal auf dieser Reise den hinteren Dachträger schweißen, der auf den rütteligen Wellblechpisten immer wieder bricht. Danach sprechen wir beim hiesigen Büro der Parkbehörden vor, denn wir wollen den Moremi Nationalpark besuchen, der im Delta liegt. Hier werden wir informiert, dass wir erst bei einem der privaten Anbieter einen Campingplatz buchen müssen, bevor wir eine Eintrittskarte für den Park erstehen können. Also telefonieren wir ein bisschen und können noch zwei frei Plätze in einem der Camps im Park ergattern. Somit steht unserem Besuch im Okavango Delta nichts mehr im Wege. Aber zunächst pausieren wir zwei Tage in Maun (das man übrigens Mau-un ausspricht) und relaxen ein bisschen am Pool eines der hiesigen Camps.

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Schließlich brechen wir dann früh morgens auf, nachdem wir unsere Vorräte ausreichend aufgestockt haben. Im Moremi selbst gibt es nichts zu kaufen, man muss für die Dauer seines Aufenthaltes alles dabei haben. Durch das südliche Eingangstor fahren wir ins Delta hinein zum Xakanaxa Camp (das X wird als Klicklaut gesprochen, von denen die San fünf unterschiedliche in ihrer Sprache haben). Der Weg führt über 50 km durch eher trockenes Gebiet und es wird schnell klar, womit wir es in den nächsten Tagen zu tun bekommen, Sand, Sand, Sand.

Am Xankanaxa Camp angekommen richten wir erst mal unser Camp ein und brechen dann zu unserer ersten Pirschfahrt auf. Schnell wird klar, dass die Mischung aus weichen Kalaharisand und jeder Menge Okavangowasser eine ziemlich interessante Mischung ergibt. Da das Wasser zurzeit noch recht hoch steht, sind nicht alle Wege befahrbar. Und die, die befahrbar sind, sind Tiefsand. Also gilt mal wieder: Nur nicht den Schwung verlieren. An einigen Wasserdurchfahrten wurden Brücken aufgebaut. 104-das-ist-eine-botswanische-brueckeOder eigentlich viel mehr Baumstämme miteinander verbunden und irgendwie im sandigen Boden verankert. An der sogenannten “Dritten Brücke“ lungert eine Bande Paviane herum und scheint nur darauf zu warten, dass einer der Touris mit seinem Auto im Fluss hängen bleibt. Den Gefallen tun wir ihnen natürlich nicht. Mehr oder weniger elegant holpern wir über die Baumstammbrücke, die schon teilweise vom Wasser überspült wird und fahren durch die dahinter liegende Ebene. Neben zahlreichen Antilopen treffen wir hier auf den wohl größten Elefanten, dem wir seit Start der Reise begegnet sind. Ein Mordsbocken, der völlig unbeeindruckt von unserem Erscheinen im sumpfigen Schilf steht und geräuschvoll frisst. Wir genießen noch eine Zeit lang die Landschaft und Tierwelt und fahren dann schließlich zurück zu unserem Camp mit dem unaussprechlichen Namen (Klick-akana-Klick-a). Gerade bereiten wir uns aufs Abendessenkochen vor und ich hantiere so am Campingtisch herum, als mich ein Rascheln herumfahren lässt. Nur wenige Meter hinter dem Auto steht ein ausgewachsener Elefant im Camp und bricht ein paar Äste aus den Bäumen. Immer wieder erstaunlich, wie sich ein so großes Tier so geräuschlos anschleichen kann. Wir überlegen gerade, ob wir jetzt wegen unserer frischen Äpfel und Bananen im Auto eventuell wieder Stress bekommen, wie schon mit dem halbwüchsigen Elefanten im Croc Valley Camp. Aber anders als der Teenager-Elefant in Sambia scheint dieser hier bereits alt genug zu sein, um zu wissen, dass man wesentlich entspannter durchs Leben geht, wenn man sich von den zeternden kleinen Männchen mit den leckeren Sachen in ihren brummenden Kisten fern hält. 101-okavango-elefantenAuch wenn man dann eher langweilige Blätter essen muss, anstatt verlockend riechende Bananen. Er trottet völlig unbeeindruckt an uns vorbei und verschwindet im hinteren Teil des Camps. Wenn man so außerhalb des Autos steht, erscheint so ein großer Dickhäuter noch imposanter. Wie es sich für einen ordentlichenWildpark gehört, begleiten uns auch im Moremi die Geräusche der Nacht in den Schlaf und da es wieder mal irre heiß ist, wir hatten heute 46 Grad (getränketechnisch ein 5 Liter plus Tag), schlafen wir im Zelt, in dem es wesentlich kühler ist als im Auto. In der Ferne heulen die Hyänen, im Sumpf quaken die Frösche und außen auf dem Zelt funkeln die Glühwürmchen mit den Sternen um die Wette. Was will man mehr?

Ausschlafen vielleicht?! 😉 Wer auf Safari gehen will muss früh aus den Federn. Und heute wird sich das zeitige Aufstehen mal wieder lohnen. Wir pflügen wieder durch Moremi’s Tiefsand, als uns eine große Herde afrikanischer Büffel den Weg versperrt (in den bisherigen Artikeln haben wir immer “Wasserbüffel“ geschrieben, aber wie wir im Chobe lernen mussten, ist das komplett verkehrt, Asche auf unsere Häupter). 107-afrikanische-bueffel-keine-wasserbueffelNetter Weise an einer Stelle, an der wir bequem anhalten können, ohne uns fest zu fahren. Der Büffel zählt ja bekanntlich zu den “Big 5“, da er bisweilen etwas aggressiv reagiert. Zudem kann man bei ihm nur schwer am Verhalten festmachen, ob er nun angreifen wird oder nicht. Fußgänger haben bei ihm im Allgemeinen schlechte Karten, aber im Auto besteht eigentlich keine große Gefahr. So pirschen wir uns langsam an der Herde vorbei und werden dabei mürrisch von zig Augenpaaren beobachtet und dann und wann missmutig angemuht (die hören sich tatsächlich genauso wie Kühe an). Nachdem wir unsere Lieblingsholperbrücke mit der Pavianhorde erneut erfolgreich überquert haben, machen wir uns auf den Weg zu der Stelle, an der wir gestern den großen Elefanten gesehen haben. Auf dem Weg dorthin werden wir aber erst einmal auf zwei Geparden aufmerksam, die im Schatten eines großen Termitenhügels liegen, von dem aus sie bequem die Ebene überblicken können. Wir lassen uns ein wenig Zeit, die zwei zu beobachten. Besonders viel Action bieten die beiden zwar nicht, da sie nur faul in der Gegend rum liegen. Schön anzusehen sind sie aber trotzdem. Nachdem wir uns ziemlich sicher sind, dass die schnellen Jäger heute wohl leider keine Hochgeschwindigkeitsjagdszenen bieten werden, wühlen wir uns weiter durch den Sand. Und der wird immer tiefer. Schließlich kommen wir an die “zweite Brücke“, die einen wenig vertrauenserweckenden Anblick bietet. Ziemlich morsch das gute Stück. Es gibt da allerdings eine Möglichkeit das Teil zu umfahren. Und zwar durchs Wasser. Allrad ist bereits eingeschaltet, also noch die Hinterachse sperren und den Geländegang rein und dann ganz langsam ins kühle Nass vortasten. Die Wasserdurchfahrt ist etwa hüfttief, also kein Problem. Mit einer ordentlichen Bugwellen und blitzsauberen Felgen kommen wir auf der anderen Seite an und werden schon wenig später mit der Sichtung der nächsten Raubkatzen belohnt. Im Schatten einiger großer Bäume liegen zwei Männchen und eine Löwin. 114-nickerchen-am-morgenDie Spuren im Gesicht des einen Männchens lassen vermuten, dass es wohl den Kampf um das paarungsbereite Weibchen verloren hat. Der Gewinner vergnügt sich gerade mit der Löwendame nur wenige Meter entfernt. Da wollen wir nicht lange stören und fahren kurz darauf weiter. Links des sandigen Weges erspähen wir einen großen Storch, der im Sumpf steht und im brackigen Wasser herum stochert. Der zieht doch tatsächlich eine Schlange aus dem Morast und beginnt sie hinunter zu schlingen. Kurz wehrt sich das Reptil noch gegen sein Schicksal indem es sich um den Schnabel des großen Vogels wickelt und ihm so quasi Mund zu schnürt, aber an ihrem baldigen Ende ändert das auch nichts mehr. Sieger bleibt der Storch.

Schließlich erreichen wir unser heutiges Ziel, die Xini Lague (das X bitte wieder klicken). Hier ist die Wildtierdichte etwas höher als bisher. Zahlreiche Kudus, Impalas und Moorantilopen treiben sich am Wasser herum und aus den Tümpeln schallt uns das wohlbekannte Grunzen der Nilpferde entgegen. 116-worauf-die-wohl-wartenAuf einem großen toten Baum sitzen einige Geier herum und gerade versuchen wir heraus zu finden, auf was die Aasfresser es wohl abgesehen haben könnten, da entdeckt Janina die nächste Großkatze. Langsam fängt es an mir unheimlich zu werden, aber sobald die Frau ihre Kontaktlinsen eingesetzt hat, entgeht ihr nichts mehr. Diesmal war es das Wackeln mit den Ohren, das den Leopard in seinem Versteck verraten hat. Oder vielmehr die Leopardin, denn eine solche haben wir gerade entdeckt. Sage und schreibe schon der/die fünfte in Botswana. In ganz Afrika haben wir vorher lediglich einen Leoparden gesehen und hier scheinen sie “von den Bäumen zu fallen“. Auch im Moremi ist es natürlich nicht gestattet abseits der Wege zu fahren (aber wer will darf aussteigen und zu Fuß gehen…), denn wenn man erst mal die dünne Vegetation über dem Sand kaputt gefahren hat, bleiben dort für lange Zeit die Spuren zurück. Also kommen wir nur schwer näher an die Katze ran. Aber auch von unserer Position aus haben wir eigentlich einen ganz guten Blick. Zumindest so lange, bis sich die Leopardin weiter ins Unterholz zurück zieht und sich wieder unsichtbar macht.

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Den Rest des Tages verbringen wir damit den Tieren bei ihren verzweifelten Versuchen, sich der sengenden Hitze des Nachmittages zu entziehen, zuzuschauen. Die Steppe ist um diese Zeit beinahe verwaist, da sich alles im Schatten aufhält. Die Giraffen lassen sich sogar dazu hinreißen, sich unter die großen Schirmakazien zu legen. Das sieht man sonst eigentlich eher selten. Und auch die normaler Weise hitzeresistenten Impalas stehen im dichten Busch und rühren sich nicht mehr. Die Temperatur ist schon wieder über die 45 Grad Marke geklettert. Eine “Affenhitze“ und das Auto durch den immer weicher werden Sand zu bugsieren wird zur Plackerei.

Auf der Fahrt zurück zum Camp wollen wir eigentlich nur kurz eine Abkürzung für Morgenfrüh ausprobieren, als wir uns beinahe fest fahren. Vor einer Wasserduchfahrt müssen wir noch durch eine kleine harmlos aussehende Schlammpfütze, in der der Bulli mit der rechte Seite ohne Vorwarnung beinahe ansatzlos versinkt und langsam aber sich immer weiter untergeht. Ein Vorderrad steht in der Luft und ein Hinterrad dreht hilflos im Schlamm durch und schleudert so nur stinkenden Schlamm durch die Luft. Also wieder mal die Sperre rein und langsam aus der misslichen Lage heraus manövriert. Und dabei lag das eigentliche Wasserhindernis noch vor uns. Wird wohl nix mit Abkürzung morgen früh….

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Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen wieder im Dunkeln zusammen und machen uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg. Aber nicht ohne noch einmal Zeuge zu werde, wie ein Flusspferd aus dem Sumpf hinter dem Campingplatz getrottet kommt, das Zelt unserer Nachbarn umrundet und wieder im Wasser verschwindet. Da die beiden nebenan allerdings noch schlafen, bekommen sie davon gar nichts mit. Wir statten der Xini Lagune noch einen Besuch ab und checken pünktlich um 11 Uhr am Parkeingang aus. Auf dem Weg zurück nach Maun müssen wir dann mal wieder an einer Veterinärkontrolle vorbei, aber da unsere Vorräte eh fast erschöpft sind, ist das schnell erledigt. In Maun quartieren wir uns in der “Island Safari Lodge“ ein, einem Camp, das auf einer Insel gelegen ist, die man über einen schmalen Damm erreichen kann. Hier treffen wir seit Langem mal wieder auf ein paar echte Overlander. Roger und Anita kommen aus der Schweiz und sind mit ihrem Land Rover Defender vor einiger Zeit aus Australien nach Südafrika übergesetzt (Info für Micha: ein 4 türiger 130er mit Klappdach und Womo-Ausbau, nettes Teil, falls wir die beiden nochmal wieder treffen, mach ich n Foto für dich). Da die zwei eine ähnliche Runde durchs südliche Afrika drehen wollen wie wir, werden wir sie vielleicht noch öfters sehen.

120-kudu-beim-fruehstueckDa die letzen Tage ziemlich lang waren, mieten wir uns gleich für zwei Nächte im Island Safari ein und relaxen mal wieder ne Runde, bevor wir dann unsere Botswanatour am so genannten “Okavango Panhandle“ entlang in Richtung Namibia beenden werden. Aber vorher wollen wir nochmal bei den Buschmännern (und –frauen) vorbei. Mal sehen, ob wir hier die 5 unaussprechlichen Klicklaute der San erlernen können.

  1. Michi und Tom-die mit dem grünen Syncro:))

    Hallo schon fast Afrikaner!
    Ihr habt ja ein Durchhaltevermögen! Eure Berichte sind immer voll super, da bekommen wir natürlich schon wieder Fernweh:(!
    Viel Spaß noch und meldet euch mal wieder!

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