Allgemein Afrika Namibia

Wie die Skelettküste ihrem Namen Ehre machte…

15.11.-23.11.2011

Direkt hinter der Palmwag Lodge müssen wieder einmal den Veterinärzaun passieren. Aber da unsere Vorräte eh nahezu erschöpft sind, findet die Beamtin, die ihren Job mal etwas genauer macht als ihre Vorgänger, auch nichts. Dafür entdeckt sie die Grimassenfotos unserer Freunde, die an einer der Schrankwände kleben und amüsiert sich köstlich – übrigens besonders über Herrn Westenberg. Wir dürfen passieren und die Fahrt in Richtung des Skelettküstenparks fortsetzten. Die Skelettküste ist Teil der Namibwüste, die sich fast über die gesamte Länge der namibischen Küstenlinie erstreckt. Die Namib ist die älteste Wüste unseres Planeten. 97-noch-mehr-strausseIhre Trockenheit hat sie dem eisig kalten Benguela Strom zu verdanken der aus Richtung Antarktis an der Atlantikküste Namibias entlang fließt. Durch die kalte Meeresströmung kühlt die Luft ebenfalls so stark ab, dass sie kaum Feuchtigkeit mit sich bringt. Dementsprechend bildet sich wenig Regen (grob in Kurzform ausgedrückt). Folgt man demselben Breitengrad hinüber bis nach Mosambik an den viel wärmeren Indischen Ozean, steht man in einem tropischen Paradies und nicht in einer Wüste.

Die Skelettküste ist Sperrgebiet und man muss ein Tor passieren. Für den Transit nach Swakopmund wird allerdings keine Gebühr erhoben. Der Beamte benimmt sich zwar als hätte er zu viele illegale Substanzen konsumiert, ist aber ganz nett. Er spricht sogar etwas Deutsch, weil er 1986 mal eine Zeit lang in Deutschland war (witzigerweise auch noch in Osnabrück). Er öffnet uns das Tor und wir fahren weiter dem Atlantik entgegen. Die Landschaft wird immer karger und schließlich schaffen es nur noch die merkwürdigen Welwitschia* Pflanzen hier zu überleben. 100-lebensfeindliche-skelettkuesteDie Umgebung wechselt von sandfarben immer mehr zu weiß. Schließlich erreichen wir die Schotterstraße, die parallel zur Küste verläuft. Wer nach Norden abbiegt muss eine Parkgebühr entrichten, der Weg Richtung Süden ist wie gesagt kostenlos. Es bläst ein kräftiger und kühler Wind vom Atlantik herüber, der das Lenkrad permanent schräg stehen lässt. Und um 14:30 Uhr am 15.11. des Jahres 2011 haben wir dann schließlich schon mal eine Durchquerung des afrikanischen Kontinentes geschafft, nämlich die von der Ost- zur Westküste. Wir stehen am Strand, vor uns den kalten Atlantik, der weiß schäumend an die Küste brandet und hinter uns die trockene Namibwüste. Und ungefähr in einem Monat sollten wir dann in Südafrika angekommen sein und am Kap Agulhas unsere Nord-Süd-Durchquerung abschließen. Es ist also nicht mehr lange hin.

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Ihren archaisch klingenden Namen hat dieser Küstenstrich wohl von den vielen Schiffswracks, die vor der Küste auf Grund gelaufen sind. Die starken Strömungen, häufigen Stürme und der dichte Nebel haben da schon so manches Opfer gefordert. Und echte Skelette kann man angeblich auch im Sand finden. Denn sollte ein Seemann die Havarie seines Schiffes und auch den eiskalten Ozean überlebt haben, fand er sich in einem Landstrich wieder, in dem das Überleben so gut wie unmöglich und ein qualvoller Tod durch Verdursten und Verhungern beinahe unweigerlich vorprogrammiert war. Die Skelettküste hat nicht viele mit heiler Haut davon kommen lassen. Und auch von uns fordert sie Tribut. Wir haben gerade gestoppt, um uns eines der Wracks aus der Nähe anzuschauen, da vernehmen wir ein leises Zischen von einem der Reifen. Beinahe möchten wir schon ein erleichtertes “Endlich!“ heraus schreien. 104-erster-plattfuss-nach-38000-kmDenn wir hatten uns schon gefragt, warum wir denn eigentlich gleich zwei schwere Ersatzräder mit uns herum schleppen, unter deren Gewicht unser Dachträger bereits drei Mal kollabiert ist. Und nun ist es soweit. Die scharfkantigen Steine der Schotterpiste erfordern den ersten Reifenwechsel nach gut 38.000 km auf afrikanischen Pisten. Schon feierlich zelebrieren wir den Radwechsel und erreichen kurze Zeit später das südliche Tor des Skelettküstenparks. Von hier aus geht es auf einer Salzstraße weiter. Wir suchen uns einen Campingplatz an der Küste, denn da es keine Büsche gibt, scheint ein Bushcamp unmöglich. Ein Schild macht uns auf das “St. Nowhere“ (Sankt Nirgendwo) Camp aufmerksam. Der Name ist Programm, denn der Platz liegt am nackten Strand. Die etwas höheren Kosten rechtfertigen sich durch den ziemlich hohen Aufwand, mit dem das Camp betrieben wird. Z.B. muss das gesamte Süßwasser aus dem beinahe 120 km entfernten Hentjesbay herbei geschafft werden. Und Lebensmittel werden im noch weiter entfernten Swakopmund eingekauft. Wahnsinn! Der Mann der freundlichen Dame von der Rezeption ist gestern einkaufen gefahren und wird nicht vor morgen zurück erwartet.

Uns sind die Eier ausgegangen und da es keinen Tante Emma Laden um die Ecke gibt, fragen wir halt unsere Campnachbarn mit dem südafrikanischen Kennzeichen. Die entpuppen sich als Dirk und Karin aus Darmstadt, die eigentlich mit dem Rucksack unterwegs sind. Aber wegen der schlechten Nahverkehrsverbindungen in diesem Teil des Landes waren sie gezwungen sich ein Auto zu mieten. Eier haben sie zwar auch keine, aber nett sind sie trotzdem. Außerdem spricht uns noch Friedel an, ob wir ihm einen Ersatzreifen für seinen Syncro leihen können. Mit einem Blick auf unser Kennzeichen und einem süffisanten Lächeln bemerkt er: “ Ah, ihr seid aus Übersee“. Friedel ist Südwester aus Grootfontein (der Stadt in der uns die Kamera geklaut wurde) und ist mit einer ganzen Truppe von Kumpels hier zum Angel, wie wir unschwer an den riesigen Angelruten an ihren Autos erkennen können. Friedel’s Kumpels könnten allesamt als Rugby Spieler durchgehen und sind zumeist Nachfahren von ehemaligen Auswanderern. Zwei der Jungs stammen von den „Dorsland Trekkers“ ab und können ihre Angel angeblich bis zu 150 Meter weit ins Meer hinaus werfen. Dabei stellt sich uns die Frage, ob damit lediglich der Köder oder die ganze Rute gemeint ist….

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Friedel und seine Jungs laden uns gleich mal auf ein Bier und präsentieren nicht ganz ohne Stolz ihren Tagesfang. Wir verabschieden uns wenig später von der Truppe, um auf unseren paar Holzkohlen unser Abendessen zu zubereiten. Einer der raubeinigen Angler schmeißt mal gleich ganze zwei komplette Säcke Feuerholz auf das Feuer im Kamin (natürlich ohne es vorher aus den Säcken heraus zu nehmen) und bemerkt ganz nebenbei, dass wir uns auch Kohle von ihnen leihen könnten, falls unser “Feuerchen“ frühzeitig ausgeht. Wir hören noch bis spät in die Nacht ihren Gesang und Trinksprüche a la “hopp hopp, rinn in Kopp!“.

Der Sonnenuntergang über dem Meer ist ein fantastischer Anblick. Die Sonne versinkt weit draußen hinter einer Wolkenbank und bringt die Wasseroberfläche zum glitzern. Und hinter uns wechselt die Namibwüste passend dazu fast minütlich alle vorstellbaren Rottöne durch. Das hätten wir nicht mal mit unserer Panoramakamera festhalten können (ja, wir trauern ihr immer noch hinterher).

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Unser erster Stopp am nächsten Morgen ist die Lodge am Cape Cross. Gestern Abend haben wir so ziemlich alles in unseren Eintopf geschmissen, was der Vorratsschrank noch zu bieten hatte. Dementsprechend müssen wir heute “auswärts“ frühstücken. Bis zum Cape Cross sind es gute 60 km. Also könnte man schon fast von einem Brunch sprechen als wir dort eintreffen. Nicht ganz billig der Spaß, aber dafür gibt’s auch Rührei und Schinken, Obstsalat und und und. Mit vollen Bäuchen fahren wir dann ans Kreuzkap, dem Ort an dem der erste Europäer einen Fuß auf namibischen Boden gesetzt hat. 1486 landete Diego Cao, ein Portugiese, in dieser unwirtlichen Gegend, nahm das Land für seinen König in Besitz und errichtete ein Kreuz, dass aber lange Zeit niemanden wirklich interessierte, da es hier nicht viel zu holen gab. 109-auf-der-suche-nach-mamaAm wenigsten interessierte es wahrscheinlich die große Kolonie Seelöwen, die hier am Kreuzkap wohnt. So ziemlich jeder Namibiaführer warnt vor dem ohrenbetäubenden Gestank den man hier ertragen muss. Heute ist es ziemlich windig und die Geruchsbelästigung hält sich in Grenzen. Aber laut sind sie, die Zwergpelzrobben. Zurzeit scheint wohl gerade Geburtssaison zu sein. Denn es rufen viele kleine Robben nach ihren Müttern, oder werden gerade gesäugt. Leider liegen auch viele kleine tot am Strand herum. Die Sterblichkeitsrate scheint ziemlich hoch zu sein. Abends kommen dann die Schakale und Hyänen bis an die Küste und kümmern sich um die Entsorgung. Wir schauen uns den Trubel in der Kolonie eine ganze Weile an und fahren dann weiter nach Swakopmund. Unterwegs kommen wir dann noch an einem der jüngsten Opfer der Skelettküste vorbei. Ein noch gut erhaltener Fischtrawler liegt unweit des Strandes auf Grund. 113-gestrandetUnd es sieht fast so aus, als würde er jeden Moment wieder aufs Meer hinaus fahren. Kurzerhand hat eine ganze Truppe Vögel das Wrack in Beschlag genommen und in eine Brutkolonie verwandelt. Außerdem gibt es auf dem Weg Richtung Süden noch so interessante Orte wie z.B. Wlotzkasbaken (wer denkt sich denn so einen Namen aus? Da würde man ja lieber in Darmstadt oder Cloppenburg wohnen (kleiner Insider 😉 )).

Schließlich laufen wir dann in Swakopmund ein, dem südlichsten Ostseebad Deutschlands. Und tatsächlich könnte man sich fast in Warnemünde oder Stralsund wähnen, hätte man nicht die großen Sanddünen der Namib direkt vor der Haustür. Sogar einige Straßen tragen noch immer deutsche Namen, wie z.B. die Bismarckstraße. Und wer will kann im Hansa Hotel absteigen. Wir versuchen es mal mit dem Campingplatz Langstrand (Long Beach), der zwischen Swakopmund und Walvis Bay liegt. In der Hochsaison mag es hier ja ganz nett sein. Aber jetzt sind wir die einzigen Gäste auf einem riesigen planierten und parzellierten Platz, der noch aus zig Meilen Entfernung von jedem frei einsehbar ist. Irgendwie gruselig und auch ungemütlich. Wir kehren zurück nach Swakopmund und checken im “Desert Sky“ ein, einem Backpacker Hostel und treffen hier wieder auf Dirk und Karin, die wir schon aus dem “St. Nowhere“ kennen. Außerdem wohnt hier derzeit Aatto aus Finnland, der eine Zeit als Koch (oder so) in Keetmanshoop gearbeitet hat und jetzt noch ein wenig durchs Land reist. Der erzählt uns gleich mal, dass er schon zweimal während seiner Zeit in Namibia ausgeraubt wurde. Und, wie soll es anders sein, werden wir in unserer ersten Nacht in Swakopmund von Hundegebell und drei Security Männern geweckt, die auf der Suche nach Spitzbuben sind, welche ins Hostel einsteigen wollten….

Swakopmund ist recht überschaubar und so können wir tags drauf das Städtchen zu Fuß erkunden. Wir schlendern durch die Fußgängerzone und die Sam Nujoma Straße herunter, die früher mal Kaiser Wilhelm Straße hieß. Leider ist heute der Himmel mal wieder tiefgrau und es ist saukalt. Wir haben nicht nur lange Hosen an, sondern mussten doch tatsächlich die warmen Pullis ganz aus dem Schrank hervor kramen. Aatto hatte uns das kleine Museum im Zentrum der Stadt empfohlen und tatsächlich ist es wirklich ganz nett gemacht. Hier kann man jede Menge über die namibische Geschichte, die verschiedenen Völker und auch die Kolonialzeit lernen. Und ganz nebenbei scheint Janina ihre neue Berufung als Apothekerin gefunden zu haben.

120-damit-wurde-man-frueher-an-land-gehievtWir schauen uns die Stadt noch mal vom Ende der so genannten Jetty an. Einem ziemlich weit ins Meer ragenden Steg. Da das Meer vor Swakopmund ziemlich flach ist, mussten früher alle Güter und Passagiere mittels großer Körbe weit draußen von Bord gehievt und auf Landungsboote geladen werden. Eine ziemlich ungemütliche Prozedur, die mit Hilfe der Jetty verbessert werden sollte.

An unserem zweiten Abend im “Desert Sky“ grillen wir zusammen mit Dirk und Karin deren letztes Feuerholz weg und gehen anschließend dann noch ne Runde Billard spielen, wo wir dann auch Aatto wieder treffen. Außerdem probieren wir später auch noch einen der schillernden Nachtclubs in Swakopmund aus, in dem sich außer uns tatsächlich noch so etwa 20 andere Gäste tummeln.

Nach zwei Tagen Swakopmund kennt man die Stadt schon ganz gut und wir ziehen weiter nach Walvis Bay. Aber nicht ohne vorher noch unseren platten Reifen reparieren lassen haben. Für umgerechnet 5 €. Übrigens mussten wir gestern doch tatsächlich noch einen zweiten Reifen wechseln, da die Pisten der Skelettküste gleich ein ganzes Stück des Profils heraus gebissen haben. Ist das zu fassen? Erst beinahe 40000 km gar nichts und dann auf einer Straße gleich zwei Reifenschäden.

Walvis Bay ist zwar ähnlich schön gelegen wie Swakopmund, versprüht aber nicht halb so viel Charme. Das mag zum Einen am Containerhafen liegen, aber auch die vielen zwar schönen aber sehr steril wirkenden hochmodernen Villen tragen dazu bei. Folglich bleiben wir nur eine Nacht und biegen am Tag darauf wieder in die Namib ab. Weiter an der Küste entlang könnten wir eh nicht, da sich dort ein Sperrgebiet zum Diamantenabbau befindet. Wir fahren vorbei am Vogelfederberg und klettern auf den nächsten 200 km etwa 1000 Meter in die Höhe. Unterwegs treffen wir auf eine Gruppe Franzosen, die mit 5 Kindern und 2 Erwachsenen in einem Land Rover unterwegs sind (Micha, wie viele Personen haben noch gleich in deinem Landy Platz gefunden?). Und das schon seit mehr als einem Jahr. Durch Südamerika hoch nach Nordamerika und von dort aus das Auto per Schiff nach Südafrika. Jetzt durchqueren sie den Kontinent Richtung Norden.

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Hier in der Gegend ist einer der Schauplätze aus Henno Martins Tatsachenbericht “Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste“ zu finden. In dem Buch versuchen zwei deutsche Geologen nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges der drohenden Internierung durch die Südafrikanischen Behörden zu entgehen und fliehen in Namib. Hier im Kuiseb Canyon und an anderen Orten der kargen Landschaft gelingt es ihnen zwei Jahre zu überleben. Sehr empfehlenswertes Buch, mit teilweise unglaublichen Geschichten. Janina schmökert auch gerade drin. 128-unterkunft-von-henno-und-hermannWir schauen uns die erste Behausung der beiden Flüchtlinge an und können angesichts der scheinbar lebensfeindlichen Umgebung nur die Köpfe kratzen. Hier überleben, wie soll das denn gehen? (ein Hinweis von Janina: „wer Interesse hat, kann das Buch nach unserer Rückkehr gegen eine Spende [für unsere dann leere Haushaltskasse]ausleihen“ 😉 )

Für die heutige Nacht suchen wir uns mal wieder ein nettes Plätzchen für ein Bushcamp. Da das Land hier überwiegend in Privatbesitz ist, pirschen wir uns dafür heimlich, still und leise ein kleines Flussbett hinauf und verstecken uns im dichten Gebüsch. Wir sitzen nach dem Abendessen noch gerade gemütlich am Tisch, als Janina beim Aufstehen ein paar Tiere aufschreckt. Ganz nah hört man wie mehrere Hufe lautstark davon galoppieren. Drei Oryxantilopen hatten wohl unmittelbar hinter uns im Gebüsch gestanden, ohne dass wir uns gegenseitig bemerkt hatten. Bei Einbruch der Dämmerung hören wir noch mehrfach das unverkennbare Wiehern und “Lachen“ von Zebras und legen uns auf die Lauer. Zwar kommen sie hörbar nah, aber leider nicht so nah, dass wir sie sehen können.

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Unentdeckt schleichen wir uns am nächsten Morgen wieder aus unserem Versteck und fahren über den Gamsbergpass und den Kupferbergpass nach Windhoek. Eigentlich wollten wir uns die Hauptstadt Namibias ja sparen. Aber erstens ist uns das Gas zum Kochen ausgegangen und zweitens wollen wir uns eventuell mit Günther treffen, unserem Guide vom letzten Jahr. Wir schauen uns die verschieden Campinglätze der Stadt an und entscheiden uns für die „Cardboardbox“ (Pappkarton). Und wie soll es anders sein, treffen wir hier Dirk und Karin wieder. Sorry noch ihr Zwei, hätten wir ursprünglich nicht einen anderen Plan gehabt, hätten wir euch natürlich von Swakopmund nach Windhoek mitgenommen.

Nachdem der Himmel in den letzten Tagen ja immer wieder bedrohlich dunkel zugezogen war, ist es jetzt in Windhoek endlich so weit. Ein richtiger Regenschauer prasselt auf uns hernieder und das während unserer Sightseeing Tour. Was solls, das hat man auch nicht alle Tage, Regen in Namibia. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und machen unsere Besorgungen. Und da wir es nicht allzu eilig haben, lassen wir uns mal ein wenig mehr Zeit. Wir werden wohl für ein paar Tage in Windhoek bleiben.

 

*P.S. Die Sache mit der Welwitschia wollen wir euch keinesfalls vorenthalten. Jeder Nichtbotaniker würde dieser Pflanze vermutlich nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Wenn man aber erst mal erzählt bekommt, dass dieses unscheinbare Gewächs durchaus bis zu 2000 Jahre alt werden kann riskiert man doch mal einen genaueren Blick. 98-welwitschiaSchön ist sie nicht unbedingt mit ihren gerade einmal zwei Blättern. Aber ihr Überlebenswille ist umso bemerkenswerter. Mehrere Jahre kann sie in der heißen Wüste ausharren und auf Wasser warten. Kommt dann einmal der Tag, an dem es tatsächlich in der Wüste regnet, speichert sie soviel Wasser wie möglich und wartet dann wieder ein paar Jährchen. Wenn ihr also mal an so einem unspektakulären Teil vorbei kommen solltet, dann schaut mal genauer hin. Denn das Ding stand schon lange vor euch da und wird auch noch da sein, wenn alle zusammen schon lange nicht mehr sind. Und das mit gerade einmal zwei Blättern….

  1. Hallo ihr Zwei,
    tja, was macht man auf einer so langen Reise, wenn gerade keine Eier zur Hand und alle Filme schon fünfmal gesehen sind?? Beim Lesezirkel anmelden! Als Privatperson problemlos möglich, nur leider könnte die Entfernung ein Hindernis sein (wie uns die freundliche Kontaktperson mitteilte) – in Darmstadt geht das. Na dann hilft nur das Internet (falls gerade vorhanden) weiter oder durchstarten in die nächsten Abenteuer. Einen Bus habt ihr ja immerhin schon ;)!
    Guudeee
    Karin und Dirk

    • Vielen Dank für die Lesezirkel-Recherche. Schade (!) das wir nicht in Darmstadt wohnen, so muss ich mir leider meine Promi-News im Internet holen oder wenn ich beim Frisör auf Jens warten muss 😉
      Beste Grüße aus Stellenbosch, J&J

  2. Andreas Mo

    Hallo Ihr Abenteurer,
    heute hatte ich mal wieder etwas mehr Zeit, Eure Reiseberichte zu lesen. Super interessant, was Ihr so alles erlebt.
    Hier in Hamburg ist es da eher novemberlich, viel grau und kalt. Vor ein paar Tagen haben die ersten Weihnachtsmärkte eröffnet. Na dann prost Glühwein! … und weiterhin gute Reise!
    Grüße von Andreas

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