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Auf den letzten Metern…

14.02. – 22.02.2012

Da unsere Pechsträhne aus irgendeinem Grund offensichtlich nicht abzureißen scheinen möchte, planen wir den Rest unserer Route so, dass unser Auto dabei bestmöglich geschont wird. Das heißt, die “Rolling Hills“ von Swasiland bleiben von uns unerforscht und wir schlagen den Weg in Richtung Tiefland ein. Alles, was auf der Landkarte auch nur im Entferntesten nach Bergland aussieht, wird von uns gemieden. Speziell im Swasiland sehr schade. Aber unsere oberste Priorität heißt von nun an: Das Auto in einen sicheren Hafen bringen. Und der heißt Durban und ist nur noch wenige hundert Kilometer entfernt. Und entlang des Indischen Ozeans können wir ganz entspannt Südafrikas größter Hafenstadt entgegenrollen. Durchs Swasiland rollen wir aber offensichtlich eine Spur zu schnell. Denn kurz vor der Grenze winkt uns eine fleißige Polizistin raus. Wir waren zu schnell, lautet ihr Urteil. Und in der Tat war uns das “60“ Schild nicht aufgefallen und da lagen wir drüber, das können wir nicht bestreiten. Aber über die uns vorgeworfenen 88 km/h können wir nur milde lächeln, denn auf dem Tempo hatten wir den Bulli schon länger nicht mehr.

Da das Ticket allerdings nur 6 Euro kosten soll, argumentieren wir nicht lange, zahlen und fahren weiter. Und auf der Fahrt durch Swasiland stellt sich beinahe mal wieder so etwas wie Afrikafeeling ein. Links rechts der Straße liegen Zuckerrohrfelder soweit das Auge reicht, ab und zu unterbrochen von kleinen Rundhüttendörfern. Kurze Zeit später steht uns dann aber schon der letzte innerafrikanische Grenzübertritt bevor. Wir reisen aus dem Swasiland aus und nach Südafrika wieder ein. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten und findet in vollklimatisierten Räumen statt. Ohne Afrikafeeling. Von der Grenze fahren wir heute nur noch bis zum nicht weit entfernten Hluhluwe Park (sprich:Schluschlui), oder besser bis zum Backpackers kurz vor der Parkgrenze. Der Hluhluwe wird als einer der schönsten Nationalparks Südafrikas gehandelt und ist natürlich in unserer Wildcard enthalten. Wie es bei uns so Brauch geworden ist, brechen wir natürlich in aller Frühe auf, um noch eine Chance zu haben, die Raubtiere im Park zu beobachten. 184-rosenkavalierDer Park ist wirklich sehr schön gelegen. Allerdings sehen wir nicht gerade das Allermeiste vom Hluhluwe und Umfolozi (dem zweiten Teil des Parks), da es uns zu bergig wird. Da wir beschlossen haben, alles was den Motor auf Temperatur bringen könnte zu vermeiden, sparen wir es uns, das Auto die Hügel hoch und runter zu scheuchen und verlassen den Park schon eineinhalb Stunden nachdem wir hinein gefahren sind. Aber bis dahin haben wir schon einiges an Wild gesehen. Sogar ein Nashorn haben wir an einem Wasserloch getroffen.

Leicht enttäuscht treten wir den Rückzug an. Unser Stopp für heute heißt St. Lucia und ist nicht weit entfernt vom Hluhluwe. Das kleine Örtchen hat sich in den letzten Jahren wohl zum Touriort entwickelt, der in der Hauptsaison von den Südafrikanern übervölkert wird. Jetzt in der Nebensaison ist weniger los und eine Unterkunft zu finden stellt kein Problem dar. Wir mieten uns mal wieder auf dem Campingplatz eines Backpackers ein und erkunden die “Stadt“. St. Lucia selber ist ein ziemlich kleines Nest, das an sich nicht all zu viel zu bieten hat. Die Attraktion ist viel mehr die Landschaft hier. Man kann hier nämlich mit etwas Glück Flusspferde am Strand des Indischen Ozeans beobachten. Und das liegt daran, dass gleich hinter den Sanddünen am Strand ein riesiges Sumpfgebiet mit Mangrovenwäldern liegt. Der St. Lucia Wetland Park ist UNESCO Weltkulturerbe, und er ist es, der die Massen im Südafrikanischen Sommer anzieht. Und es ist tatsächlich etwas merkwürdig hier am Strand zu liegen, während hinter einem die Hippos im Fluss grunzen.
Wir bleiben gleich mal ein paar Nächte im Backpackers, das von drei jungen Surfer-Typen betrieben wird. Die drei hausen zusammen in einer leicht chaotischen Rundhütte, in der es so riecht, als gehöre sie Bob Marley. Stilecht dazu läuft in der Bar den ganzen Tag UB 40 in einer Endlosschleife.

Ein unangenehmer Nebeneffekt der sumpfigen Landschaft sind die zahlreichen Moskitos. Und so setzten 197-fast-wie-im-bushcampwir schließlich unsere Reise um etliche Mückenstiche reicher fort. In den nächsten Tagen mäandern wir immer der Küste entlang und halten mal in einem kleinen Naturschutzgebiet, in dem wir die einzigen Besucher sind (endlich mal wieder Bushcampfeeling) und mal in einem “Resort“ (eigentlich nur ein Campingplatz) in dem wir gleich mal drei Maschinen voll Wäsche waschen. Da es die letzten Tage bei an die 40°C und 85% Luftfeuchtigkeit extremst schwül gewesen ist, ist alles im Bus klamm und feucht. Deshalb sind  wir sehr dankbar dass auch ein Trockner zur Verfügung steht. Ansonsten bestände noch die Gefahr zu allem Überfluss auch noch einen schimmeligen Bulli in Hamburg abholen zu dürfen…

198-hafenstadt-durbanSchließlich ist es dann so weit. Wir erreichen Durban. Das Ziel unserer Reise für zumindest ein Teammitglied von uns. Denn der Bulli wird von hier zurück nach Hause verschifft werden, wo wir ihn wohl tiefgreifenden Renovierungsarbeiten unterziehen müssen. Aber bis dahin ist es noch gut eine Woche und vorher wollen wir uns auf jeden Fall noch die Stadt anschauen. Unsere Basis schlagen natürlich erneut in einem Backpackers auf. Das Ansteys Beach Backpackers bietet für uns die richtige Mischung aus Zentrumsnähe und Lage am Strand, der ist nämlich nur 100 Meter entfernt. Also schauen wir mal, was Durban so zu bieten hat.

  1. Josef und Thekla Barkmann

    Hallo, ihr beiden,
    jetzt geht eure sicher wunderschöne Afrikatour, wenn auch mit einigen Hindernissen zu Ende. Wir wünschen euch eine gute Heimreise und einen guten Start zurück in old Germany.
    Liebe Grüße, Josef und Thekla

  2. Hallo Janina! Wir wünschen dir alles alles Liebe zum Geburtstag! Wir hoffen du hast einen schönen Tag und wir trinken gerade nen Bier auf dein Wohl! Liebe Grüße Lea Sascha und Anke Bis bald in Hagen!

  3. Hallo Janina,

    herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute wünschen Dir Marc und Bianca.
    Wir können behaupten, jeden Artikel aufmerksam gelesen zu haben (ihr könnt uns gerne abfragen:)!), was machen wir denn nur in Zukunft?
    Wir wünschen Euch eine gute Heimreise, bis bald in Hagen!
    Übrigens auch: Hallo Jens!

  4. Die Litger`s

    Hallo Ihr Beiden,
    Janina, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!! Wir wünschen Dir auf diesem Wege alles Liebe und Gute. Hoffentlich hattest Du einen schönen Tag und hoch die Tassen 🙂 Schöne Grüße aber auch an Deinen Liebsten. Bis bald, die Litger’s

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