Der Bus

 

24.04.2010 – Mit einem Besuch in Mittelfranken fing alles an. Dort stand in Fürth der perfekte fahrbare Untersatz für unsere Reise durch den afrikanischen Kontinent.

 

 

 

 

 

  • Campingausstattung
  • zuschaltbarer Allradantrieb 
  • Differenzialsperre √                
  • Standheizung 
  • Geländefahrwerk 
  • 16 Zoll „Socken“

 

  • GEKAUFT √    

 

 

Auf dieser Basis konnten wir dann also ganz nach unserem Geschmack aufbauen.

  • Der Innenausbau wurde überarbeitet, unnötige Teile entsorgt und der Rest pistensicher verstärkt.
  • An der Hinterachse mussten die Radlager neu (500 Nm an den Muttern der Antriebswellen !) und die Antriebswellenmanschetten waren eingerissen.
  • Das Stellelement der Hinterachssperre musste getauscht und die mechanische Betätigung gangbar gemacht werden. Und auch die Pneumatik war nicht mehr ganz dicht. Drei Defekte auf einmal, die reichlich Zeit und Nerven gekosten haben.
  • Die Luftansaugung ist ja bereits serienmäßig hochgelegt. Also nur noch abdichten, Kurbelwellengehäuseentlüftung ebenfalls nach oben verlegen und schon können wir kleinere Wasserdurchfahrten wagen.
  • Vorne haben wir Pilotensitze eingebaut und sie noch mit Sitzheizungen ergänzt.
  • Über der Kochzeile wurde ein Hubdach (oder auch Pilzdach) verbaut. Den Zeltstoff hat Janina’s Mama mit einem 360° Reissverschluss versehen, damit wir ordentlich durchlüften und auch Ausschau halten können.
  • An dem Lamellenfenster für die linke Seite konnte ich einfach nicht vorbei gehen.
  • Falls es dann doch mal einen Campingplatz mit Stromversorgung gibt, haben wir eine Außensteckdose montiert, die über ein Ladegerät die Versorgungsbatterien lädt. Natürlich haben wir auch einen Reiseadapter plus den für Südafrika, Namibia und Botswana notwendigen Stecker dabei.
  • In einer Wochenendaktion haben wir den Syncro in mattem Weiß gerollt. Das ursprüngliche Beige hatte irgendwie einen Hauch zuviel Rosa. Auf der neuen weißen Farbe kann man jetzt auch viel besser die T3 typischen, rostenden Nähte sehen 😉
  • Vor und hinter dem Hubdach wurden Dachträger montiert, um den Stauraum zu vergrößern.
  • Am Heck ist nun ein Reserveradträger montiert, ein weiteres Reserverad findet auf dem hinterem Dachträger Platz.
  • Ein Paulchen Fahrradträger wurde zum Reservekanisterträger umfunktioniert. Zwei weitere Kanister sind auf dem vorderen Dachträger untergebracht und werden wegen der negativen Beeinflussung des Schwerpunktes nur vor ganz langen Etappen oder bei schlechter Kraftstoffversorgung befüllt.
  • Die Serienstoßdämpfer haben wir gegen die guten alten „Old Man Emu“ Gasdruckstoßdäm
    pfer mit wesentlich dickeren Kolbenstangen und doppelt verschweißten Augen ersetzt.
  • Die Manschetten der oberen Führungsgelenke waren eingerissen. Also raus damit und neue Gelenke rein. Die originalen 5,5 X 16″ Felgen sind beim besten Willen nicht zu beschaffen. Jedenfalls nicht zu erträglichen Preisen. Weder die von VW, noch die Ausweichmöglichkeit der Mercedes S-Klasse war verfügbar. Wir brauchten aber noch zwei Felgen für die Ersatzräder. Und da wir auch nicht mit unterschiedlichen Radgrößen unterwegs sein wollten (is ja auch zumindest in Deutschland nicht zulässig), haben wir uns für 6 X 16″ MEFRO Felgen entschieden.
  • Passend zu den neuen Felgen gab es vier neue BF Goodrich All Terrain  in der Größe 225/75R16. Auf die Ersatzradfelgen wurden zwei der noch recht guten Mud Terrain aufgezogen.
  • Die alten Tankbänder hatten sich wohl schon vor Längerem aufgelöst. Wir haben gleich welche aus Edelstahl montiert, damit von der Seite kein Ärger mehr zu erwarten ist. Da wegen der unglücklichen Lage der Verschraubungen eigentlich das Getriebe raus muss, ist das Ganze eine etwas größere Operation. Mit ein wenig Fummelarbeit haben wir den Tausch aber auch ohne Getriebeausbau hinbekommen.
  • Alles was mit 230 Volt Wechselstrom betrieben werden muss, wird über einen Wechselrichter versorgt.
  • Der alte Elektrolux Kühlschrank (12 Volt / 220 Volt und Gasbetrieb) flog raus und wurde gegen einen moderneren, tropentauglichen ersetzt, der lediglich über 12 Volt betrieben wird. Das mit der Campinggasversorgung is ja eh so ne Sache in Afrika….
  • Insgesamt gab es drei neue Batterien spendiert. Eine Starter- und zwei Versorgungsbatterien.
  • Aufs Dach wurde eine Solarzelle gebaut, die in Verbindung mit den 150 Ah der Versorgungsbatterien eine autarke Energieversorgung für mehrere Tage gesichert.
  • Für den Fall, dass wir einen Teil des Weges mit anderen Overlandern zusammen zurücklegen, könnten wir über ein CB-Funkgerät auch während der Fahrt mit ihnen plaudern.
  • Um eventuell auftretende Motor-Wehwehchen frühzeitig erkennen zu können, gabs eine Öltemperaturanzeige.
  • Motor und Getriebecheck sind natürlich Pflicht. Also gabs zu guter Letzt noch einen frischen Zahnriemen, Öl und alle Filter sind getauscht.
  • Eher durch Zufall wurde die halb durchgerissene Hardy-Scheibe der Lenkung enttarnt. Das wäre ein extrem unnötiger und ärgerlicher Defekt gewesen.
  • Die Achsen, Antriebswellen und auch die Kardanwelle sind auf Spiel und Verschleiß gecheckt, denn diese Unterwegs neu zu besorgen dürfte schwierig werden.

Seine Aufgaben auf dieser Reise:

Uns sicher von Hamburg nach Kapstadt bringen.

Uns ein Dach über dem Kopf bieten.

Möglichst nicht kaputt gehen.

  1. Hallo ihr beiden,

    ordentlich, was ihr da werkelt.
    Hab mal ne Frage zu den 16″: Der Bus sieht nicht nach nem original 16-Zöller aus. Hat der veränderte Radhäuser oder passen die Reifen in die 14″-Radhäuser rein? Wenn ja, wäre ich dankbar für die genauen Bezeichnungen von Rädern und Reifen.

    Dirk

  2. willi wuff

    Ich habs bei mir gemacht, und einfach Löcher neben die Motorklappe geflechst. und hinterher wieder zugeschraubt, mit einem neuen Blech.

  3. Watermaikl

    Moin moin zusammen! Schönes Projekt habt ihr da vollbracht. Kann mal Eure Erfahrung vom Einbau der VA Tankhalter gebrauchen. Wie habt Ihr das gemacht ohne das Getriebe und den Tank auszubauen? Oder habt Ihr die hinteren Haltebänder nicht getaucht. Ich weiß grad nicht weiter. Die Halterbänder scheinen mit Bolzen, welche vermutlich Tankseitig verschraubt sind, fixiert zu sein. Oder täusche ich mich.

    Gruß und Dank

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